Manchmal kann die Plasberg-Sendung „hart aber fair“ ein richtiger Aufreger sein. Zum Beispiel dann, wenn sich die Talk-Runde mit dem „Genderwahnsinn“ (O-Ton Focus Online) beschäftigt. Eigentlich ist es ja nicht zu fassen: In der Ukraine, gerade mal drei Flugstunden von uns entfernt, tobt ein Krieg. Im Nahen Osten massakriert der Islamische Staat in seiner ganzen Brutalität die Menschen. In Syrien darben Millionen Flüchtlinge im schieren Elend. Und genau vor diesem Hintergrund wirft Deutschland enorme Beträge aus dem Fenster, um die Gender-Extremisten ruhig zu stellen. Konkret: Weil die Vokabel „Studentenwerk“ angeblich zu machohaft klingt, wird das Studentenwerk Nordrhein-Westfalens in das geschlechterneutrale „Studierendenwerke“ umbenannt. Das klingt nicht nur sehr blechern, das kostet auch richtig Kohle. Man spricht von 1,2 Millionen Euro. Was darüber hinaus die rund 190 Gender-Lehrstühle in der Republik kosten, lässt sich nur schätzen. Eine Land, das solche Sorgen hat und sich diesen Luxus leistet, hat offenbar keine richtigen Probleme. Wem das trotzdem alles noch zu wenig Gender-Schwachsinn ist? Der #aufschrei-Erfinderin Anne Wizorek zum Beispiel, die darin offenkundig eine Lebensaufgabe sieht. Und dem Grünen-Fraktionchef im Bundestag, Anton Hofreiter. Aber der hat das vermeintliche Gender-Problem bereits auf ganz persönliche Art gelöst: Er trägt den Bart eines Mannes und die Haartracht einer Frau.