Nehmen wir es vorweg: Alle Klagen über die vermeintlichen Schwierigkeiten im Deutschen sind unbegründet. Fast alle zumindest. Woher wir das wissen: Wer im Internet nach „Effective Language Learning“ sucht, stößt auf eine interessante Website, die das stolze Versprechen ins Blickfeld rückt: „The #1 Resource for Language Learners!“ Hier sind so ziemlich alle interessanten Sprachen dieser Welt aufgelistet und Kategorien zugeordnet, die für Englisch-Muttersprachler den Schwierigkeitsgrad beim Erlernen angeben. In die Kategorie I etwa fallen die Sprachen Afrikaans, Dänisch, Französisch, Spanisch und Schwedisch. Für das Erlernen einer dieser Sprachen, so heißt es, müsse mit 575 bis 600 Stunden gerechnet werden. Für das Indonesische etwa müssen schon 900 Stunden veranschlagt werden (Kategorie III). Mit rund 1100 Stunden ist für Sprachen der Kategorie IV zu rechnen (zum Beispiel Albanisch, Bosnisch, Russisch oder Zulu). Am höchsten liegt die Latte in der Kategorie V, wo wir das Arabische, das Japanische sowie chinesische Dialekte wie das Mandarin finden. Und das Deutsche? Dies ist die einzige Sprache in der vergleichsweise lernfreundlichen Kategorie II (750 Stunden). Deutsch, so erfahren wir außerdem, gehöre nicht nur zu den wichtigsten Sprachen dieser Welt. Deutsch zu sprechen, das fördere auch die Karriere. Hätte das doch Mark Twain schon gewusst!