Endlich, die Heulsuse ist zurück! Auch die Milchmädchenrechnung gibt es wieder. Wie das geschehen konnte? Nun, beide Ausdrücke – und viele mehr – waren vom Düsseldorfer Frauenbüro auf den Index gesetzt worden. Nachzulesen im so genannten Gutmenschen-Duden, der vom Frauenbüro auf die Website der Stadt Düsseldorf gestellt worden war. Ziel der Aktion: Die Menschen sollen endlich lernen, „geschlechtergerecht“ zu sprechen. Deshalb war die Internet-Broschüre „Klartext! Arbeitshilfe für geschlechtergerechtes Formulieren“ aufgelegt worden. Und in dieser Hardcore-Variante der Gender-Mainstreaming-Philosophie war einfach kein Platz für die „Heulsuse“, die „graue Maus“ und die „Milchmädchenrechnung“. Ganz zu schweigen von die Frauen verunglimpfenden Wendungen wie „brüderlich teilen“ (ersetzt durch „gerecht teilen“) oder „Not am Mann“ (ersetzt durch „Notlage“). Die Gutmenschen haben sich also mal wieder richtig ausgetobt. Bis, ja bis der Düsseldorfer OB Dirk Elbers ein Machtwort sprach und verfügte, der Gutmenschen-Duden müsse überarbeitet werden. – Ach so, fast hätte ich es vergessen: Auch die „Mannschaft“ war getilgt worden. Und da „Frauschaft“ auch irgendwie nicht wirklich „geschlechtergerecht“ ist (was heißt das eigentlich?), flüchtete man sich ins Englische und wollte nur noch „Team“ erlauben. Und statt „Heulsuse“ hätte „Person, die viel weint“ verwendet werden sollen. Schade, dass es den Gutmenschen-Duden in seiner harten Fassung nicht mehr gibt. Wir hätten noch so viel Heiterkeit damit auslösen können.